"Was geht ab im Mullewapp?" Archiv

                                                                                             Gemeindeblattartikel 10. September 2020

 

 

Das Kind als Akteur seiner Entwicklung (Jean Piaget)

 

So bunt und vielfältig wie das Leben, so kunterbunt wie die Natur in jeder Jahreszeit, so facettenreich ist jedes Kind in seiner Entwicklung.

Denn jedes Kind ist neugierig und hat ein eigenes inneres Bedürfnis, sich die Welt durch Spielen, Probieren, Experimentieren, begleitet von Menschen anzueignen. Das Kind hat keinen Trichter, in den wir als Erwachsene das Wissen hineinfiltern, es ist „Akteur seiner Entwicklung“. Kinder sind stark, vielfältig begabt und leistungsfähig.

Alle Kinder verfügen über die Fähigkeit, die Bereitschaft, die Neugier und das Interesse, ihren Lernprozess zu gestalten und sich mit allem auseinanderzusetzen, was ihnen in ihrer Umwelt begegnet.

Die Stärken, Interessen und Neigungen der Kinder zu erkennen, sehen wir als eine sehr wichtige pädagogische Aufgabe an.

Nach mehreren Jahren mit Schwerpunktthemen wollen wir das Kindergartenjahr neben den jahreszeitlichen Ereignissen einmal ohne geplanten roten Faden gestalten. Dabei begleiten wir die Kinder ihre Stärken zu stärken und die Schwächen zu schwächen.

Folgendes Bild vom Kind (van Dieken) ist auch uns hierbei wichtig:

  • Kinder sorgen von Anfang an für sich als aktiv handelnde Individuen
  • Kinder leisten ihre Entwicklungsarbeit selber und wollen groß werden
  • Kinder haben Lust auf Welt
  • Kinder können Verantwortung für ihre Zufriedenheit, ihr Lernen wahrnehmen
  • Kinder brauchen Wohlwollen, Halt und Bindung von Erwachsenen und ihre Einfühlung.

 

Freuen wir uns also auf ein vielfältiges, kunterbuntes und recht offen gehaltenes Kindergartenjahr 2020-2021.

Wir hoffen, Sie als interessierte Leser immer wieder mitnehmen  zu dürfen in die Welt der Kinder, in die Welt des Kindergarten Mullewapp mit integrierten Waldgruppen.

Wir, das sind Tatjana Röhm, Sabrina Lindaner, Stephan Neubauer aus der Waldemargruppe, Sabrina Füssinger, Judith Steinhauser und Frauke Brennecke aus der Gruppe der Waldfüchse,

Eva Wönkhaus, Yvonne Detzel, Veronika Steinel, Anita Ibele, Bettina Osswald, Ben Schröder, Tanja Buchmann und Claudia Jäckle aus den Hausgruppen und unsere Vertretungskraft Theresia Füßinger.

                                                                                                                      Gemeindblattartikel vom  01. Oktober 2020

Was geht ab im Mullewapp?                            

Beim Rückblick auf die ersten Wochen Mullewapp-Betrieb nach der Sommerpause stellen wir fest, dass es vier intensive und ereignisreiche Wochen waren:

  • Die ersten Tage verliefen recht ruhig, harmonisch, ja fast gar unaufgeregt. Sowohl die Kinderanzahl als auch die des Personals waren auf die Hälfte der eigentlichen Vollbelegung reduziert gewesen. Die Anspannung und Fragen was CORONA uns nach den Ferien wohl bescheren wird löste sich sehr rasch. Der enge Kontakt mit dem Träger und den Leitungskolleginnen sowie die gemeinsam getroffenen Vorgehensweisen haben zudem die nötige Sicherheit in Sachen Verordnungen, Schutzmaßnahmen und Jahresplanung gegeben.
  • Schon gegen Ende der ersten Woche haben wir im Wald und im Haus neue Kinder mit ihren Begleitpersonen zur Eingewöhnung begrüßt. Insgesamt sind es 19 Kinder, die wir in unsere Haus- und Waldgemeinschaft aufnehmen. Es sind Kinder, die oft den ersten großen Schritt hinaus aus dem Familienverbund machen. Ausgestattet mit mal mehr, mal weniger Offenheit und Fähigkeit zum Vertrauensaufbau, gelingt ihnen dieser Schritt in nur wenigen Tagen oder aber sie benötigen mehrere Wochen dafür. Dies ist eine sehr aufregende Zeit für alle Beteiligten. Während die Bezugserzieherin in dieser Zeit sehr gefordert ist um eine bestmögliche Bindung aufbauen zu können, machen nicht selten die bereits gut integrierten Kinder mit Negativverhalten auf sich aufmerksam. Richtig, hier ist ganz klar Eifersucht im Spiel. Aber auch diese Phasen gehen mit dem Einsatz eines entsprechenden pädagogischen Konzepts wieder vorbei.
  • Die Wochen des Kennenlernens, der Gruppenfindung und Gruppenstärkung dauern noch an. Der zeitliche Verlauf beruht selbstverständlich darauf, welche Erfahrungen die Kinder bereits in ihren ersten Lebensjahren im sozial-emotionalen Entwicklungsbereich und im Aufbau von Bindung zu Bezugspersonen gemacht haben. Eine sichere Bindung befähigt die Kinder dazu sich selbstständig und selbstbewusst in ihrer Umwelt zu bewegen, soziales Verhalten zu erlernen und später selbst stabile Beziehungen zu anderen Menschen einzugehen.
  • Was wären die ersten Tage, in denen sich nun auch der Herbst facettenreich bemerkbar macht, ohne die Apfelernte mit und bei Annemarie Übelhör. Jederzeit willkommen auf ihrem Hof in direkter Nachbarschaft, sind es neben dem „kleinen Tierpark“ auch Augenblicke, in denen selbst Hand angelegt werden darf, die die Kinderherzen höherschlagen lassen. Wenn die nächsten Tage dann der Lohn der Arbeit, nämlich der frischgepresste Apfelsaft an der mobilen Apfelpresse im Dabeisein der Kinder ins Glas läuft, dann dürfen wir unser erstes rundum gelungenes Jahreszeitenprojekt zum Thema APFEL abschließen.

 

Mit Spannung verfolgen wir die Wahl der Elternvertreter, die erstmals als Briefwahl und nicht während einer Elternveranstaltung durchgeführt wird. Die Wahlurne steht bereit und die Briefwahlunterlagen mit den nominierten Kandidatinnen und Kandidaten liegen den Eltern bereits vor.

Leider sind unsere geplanten Familien- und Elternaktionen aufgrund CORONA nicht durchführbar. Doch wie sagt man so schön - aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

In den nächsten Wochen und Monaten wird es für alle immer wieder Enttäuschungen geben, wenn vom Altbewährten abgewichen oder auf Gewohntes verzichtet werden muss. Flexibilität, Offenheit für Neues, Optimismus und einen positiven vorausschauenden Blick lassen Veränderungen zu und ermöglichen neue Erfahrungen.

So ist das in Vogt von den Kindergärten organisierte Fest zu Ehren des Hl. St. Martin am 11.11.2020 abgesagt.                       

Alle drei Kindergärten bedauern dies sehr, werden aber den zur Verfügung stehenden individuellen Gestaltungsspielraum für die Kinder nutzen und auf jeden Fall die Legende um St. Martin thematisieren.

Im Mullewapp werden sich die Kinder in der Laternenwerkstatt zum Gestalten der Laternen treffen. Leuchten werden die Kunstwerke dann am 09.11.2020 in der Zeit von 16:00 bis 18:00 Uhr. In Haus- und Waldgruppen getrennt, treffen sich die Kinder (ohne Familien) um die Feuerschale herum, sie lauschen der Legende, staunen, singen und spielen zu Ehren von St. Martin. Anschließend sorgen im Außenbereich des benachbarten Pflegheim St. Antonius mehrere Kindergruppen an den weit geöffneten Fenstern für Wohlklang und Lichterglanz.

Nachdem sich unsere „Großen“ erst gerade aus dem Kindergarten verabschiedet haben, starten für die zukünftigen Erstklässler 2021 und deren Eltern schon die ersten Vorbereitungen. Bereits letzte Woche hat sich Frau Steiner, unsere Kooperationslehrerin, den Wald- und anschließend den Hauskindern vorgestellt. Diese Begegnung war geprägt von einer freundlichen, neugierigen, zwar aufgeregten aber völlig angstfreien Atmosphäre. 17 Kinder dürfen sich jetzt auf vier Nachmittagstermine, die sogenannte Schule am Nachmittag, freuen. Auch die Eltern, die zum positiven Schulstart keinen unwesentlichen Teil beitragen, haben in schriftlicher Form Informationsmaterial und Tipps erhalten. Diese erstrecken sich über die Begriffserklärung zur Schulbereitschaft (ehemals Schulfähigkeit), Fördermöglichkeiten ihrer Kinder im familiären Bereich, bis hin zum Kauf eines passgenauen Schulranzens.

Ausfallen wird der beliebte Spiele- und Begegnungsnachmittag der jetzt eingeschulten Kinder. Die Einladung hierfür liegt zwar bereits auf dem Tisch darf aber nicht verschickt werden. Die eingeschulten Kinder, besuchen unterschiedliche Schulen und auch Klassen. Ein Zusammentreffen (vermischen der Kinder) ist laut CORONA Verordnung somit nicht möglich.

Mit der Zusage aus Berlin (Stiftung Haus der kleinen Forscher ) vom 25.09.2020 sind wir für weitere zwei Jahre zum „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert. Mit dieser Auszeichnung und vielen neuen Ideen im Erfahrungsbereich des Experimentierens und Forschens starten wir nun in das letzte Jahresviertel 2020. Die Arbeit die sich Tatjana Röhm und Veronika Steinel gemacht haben, nämlich die  „Forschungstätigkeiten“ der Kinder aus den vergangenen zwei Jahren zu dokumentieren, hat die Jury wieder einmal überzeugt. Herzlichen Glückwunsch allen kleinen und großen Forschern.

 

Ihnen allen nun eine unbeschwerte Herbstzeit. Es grüßt

das Team aus dem Kindergarten Mullewapp mit integrierten Waldgruppen.

                                                            Gemeindeblattartikel 23.07.2020

 

Was geht ab im Mullewapp? 

Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen

Seit drei Wochen befinden wir uns nun im Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen. Die geänderten Arbeitsbedingungen und Arbeitszeiten, die Einhaltung der Schutzhinweise, die geforderte Gruppen- und Personaltrennung, die erweiterte Dokumentationspflicht und viele Einzelheiten mehr erschweren den Alltag sehr. Durch die Trennung der Gruppen ist ein immens hoher Personalschlüssel erforderlich der, wie Sie sich denken können, der neuen Situation nicht angepasst worden ist. Bis Mitte Oktober 2020 ist zudem eine 40 % Stelle nicht besetzt. Ein Spagat der uns tagtäglich, wie man so schön sagt, Schweißperlen auf die Stirn treibt. Möglich sind die Einhaltung der Aufsichtspflicht und das Arbeiten mit dem bisherig gewohnten pädagogischen Standard nur dadurch, dass alle Fachkräfte mehr oder weniger auf ihre Vor- und Nachbereitungszeiten (Arbeitszeit nicht am Kind) verzichten. Auch Ron, der sich in den letzten Wochen seines freiwilligen sozialen Jahres befindet, ist jetzt mehr denn je gefragt. Ohne den Einsatz von Freizeit, Flexibilität und besonders hohem Engagement könnten die gewohnten Gesamtbetreuungsstunden nicht angeboten werden. Auf Dauer (voraussichtlich gesamtes Kindergartenjahr 2020-2021 im Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen) kann diese Arbeitsweise jedoch nicht beibehalten werden. Gemeinsam mit dem Träger werden nun Lösungen gesucht.

Neubesetzung der offenen Stellen

Innerhalb von zwei Wochen nach Ablauf der Bewerbungsfrist ist es uns gelungen, neues Personal für Wald und Haus zu gewinnen. So begrüßen wir zum 01.09.2020 Ben Schröder und Stephan Neubauer und zum 12.10.2020 dann Bettina Osswald in unserem Team. Ben Schröder hat sich für ein freiwilliges soziales Jahr im Mullewapp entschieden. Stephan Neubauer, einige Jahre im Heilerziehungsbereich tätig, freut sich schwerpunktmäßig auf die Waldpädagogik. Bettina Osswald, studierte Elementarpädagogin und Erzieherin im Berufspraktikum, knüpft an das bei uns im Frühjahr 2019  absolvierte Praktikum an und vervollständigt unser Team.

Wie erleben die Kinder ihren Mullewapp?

Die Jüngsten im Haus sind mit Roxane auf dem Weg ans Meer. Alles was sie mitnehmen will, kann sie an einer Hand abzählen. Doch etwas darf nicht mit dem Bus mitfahren, etwas hat keinen Platz auf dem Fahrrad und jemand hat Angst vor dem Fliegen! Unglaublich wie sich die Kinder auf eine Fantasiereise einlassen können und eigene Spielimpulse entwickeln. Mit Badehose über der Jeans, dem Schwimmring um den Bauch und der Taucherbrille im Gesicht oder aber mit dem Picknickkorb und der Picknickdecke unter dem Arm sind die Kinder in ihrem kleinen Paradies im Dachgeschoss anzutreffen. Das Mitspielen der Erwachsenen ist häufig erwünscht und kleine neue Impulse werden gerne angenommen und sorgen zugleich für kommunikative Lernerfahrungen.

Mit Blick auf die Einschulung 2020 haben die Haus- und Waldkinder täglich die Möglichkeit eine kleine schulische Einheit zu erleben. Die Bauwagen und ein kleiner Nebenraum im Haus wurden zu Klassenzimmern umfunktioniert. Die Erzieherinnen bieten Deutsch-, Mathe-, Naturkunde-, Englisch- und Musikunterricht an und ahmen mit den Kindern Schule nach. Wir hoffen, dass die sichtliche Begeisterung und Freude an der zelebrierten Kindergartenschule für die kommende „echte Schulzeit“ lange anhalten wird.

Was wären die Sommermonate ohne Wasser, ohne Garten, ohne den Blick auf die Insekten, die Gartenernte oder auch das Wetter? Nicht selten hat der Vormittag bei uns zu wenig Stunden. Alle Bedürfnisse und Wünsche, alle Ideen und Vorhaben, alle Vorschläge und Tipps können deshalb nicht immer sofort umgesetzt und erledigt werden. Aber auch darin liegen für alle, Klein und Groß, Chancen. Chancen sich im Umgang mit Geduld, mit Spannung, mit Warten, mit Enttäuschung, mit grenzenloser Freude etc. zu üben.

Neben vielen Regelmäßigkeiten, die unseren Alltag bestimmen und die für kleine Menschen von großer Bedeutung sind und ihnen den nötigen Halt geben, gehören auch neue Begegnungen in den Erlebenskreis der Kinder. So war es für das Team der Berghof Analytik + Umweltengineering GmbH selbstverständlich, dass sich ein kleiner Zuschauerkreis mit dem nötigen Abstand gebildet hat. Das Interesse galt den Bodenproben im Hinblick auf den geplanten Neubau. Auch wie sich die Mitarbeiter der OWB und der BBW Gartenabteilung, unter Anleitung ihrer Ausbilder und Betreuer, geschickt um Rückschnitte und andere Gartenarbeiten kümmern ist für alle immer wieder beeindruckend und mit neuen Erfahrungen verbunden.

Unsere Einrichtung lebt aus der Begegnung und Offenheit von Bewährtem, von Neuem und vom Wandel.

Seien Sie weiterhin gespannt auf das was ist, was kommt und das, was im und um den Mullewapp herum sein wird.

Es grüßt das gesamte pädagogische Fachpersonal  aus dem Kindergarten Mullewapp mit integrierten Waldgruppen.

                                                       Gemeindeblattartikel 18.06.2020

 

 

Nach wie vor bestimmt CORONA die Abläufe und den schrittweise geöffneten Betrieb in unserer Einrichtung.

Grundsätzlich sollten Kindertageseinrichtungen zur Eindämmung des Corona-Virus ja bis zum 15. Juni geschlossen bleiben.

Schon bevor wir am 02.06.2020 in die erweiterte Notbetreuung (Belegung bis zu 50 % der genehmigten Plätze) gestartet sind, wurde eine geringe Anzahl von Kindern aus systemrelevanten Familien im Wald und Haus betreut.

Inzwischen sind auch Kinder zur Teilnahme an der erweiterten Notbetreuung berechtigt, für die der örtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe feststellt, dass die Teilnahme an der Notbetreuung zur Gewährleistung des Kindeswohles erforderlich sei. Ebenso sollte die Notbetreuung gewährleistet sein für Kinder die einen besonderen Förderbedarf haben, beispielsweise Sprachförderung.

Falls dann noch Plätze frei sind, können in einem nächsten Schritt weitere Kinder in die Betreuung aufgenommen werden. Die Aufnahmekriterien hierfür wurden von den Trägern und Leiterinnen aller Vogter Kindertageseinrichtungen festgelegt.

So sollten möglichst alle Kinder, die nicht unter den genannten Betreuungsanspruch fallen die Möglichkeit bekommen, im rollierenden System (wöchentlich wechselnd) also ca. alle zwei Wochen ihren Kindergarten besuchen zu dürfen.

Schon sehr bald haben wir festgestellt, dass dieser Plan so nicht umgesetzt werden kann. Täglich wurden neue genehmigte Anträge zur Notbetreuung (systemrelevant …. ) vom Rathaus gemeldet. Allein in den beiden Waldgruppen sind es 14 Kinder, die einen festen Betreuungsplatz in Anspruch nehmen. Das heißt zusätzliche Plätze für das rollierende System stehen so gut wie gar nicht zur Verfügung. Bei den jüngsten Kindern im Haus sieht es ähnlich aus. Dies sorgt für Enttäuschung in der ein oder anderen Familie. Sind es doch nun schon viele Wochen, in der die Betreuung der Kinder selbst organisiert werden muss. Umso schwerer fällt es natürlich auch, für all die Regeln und Verordnungen in den Maßnahmenplänen Verständnis aufbringen zu können.

Uns Fachkräften bleibt nichts anderes übrig, als die Abläufe entsprechend zu verändern, umzugestalten und uns der Situation voll und ganz anzupassen.

So ist eine Arbeit im offenen Konzept wie wir es seit vielen Jahren praktizieren derzeit nicht möglich:

Kinder sollen in möglichst kleinen Gruppen betreut werden. Diese sollen

  • so klein wie organisatorisch möglich sein
  • sich während der Betreuungszeit nicht durchmischen
  • von möglichst immer den gleichen Beschäftigten betreut werden
  • in fest zugeordneten Räumen betreut werden
  • sich viel im Außengelände aufhalten und sich auch dort nicht durchmischen
  • die Funktionsräume (stehen im Mullewapp gar nicht zur Verfügung) zeitversetzt belegen
  • wenn möglich getrennte gruppenbezogene Wasch- und Toilettenbereiche nutzen (es steht im EG nur 1 Toilette zur Verfügung)
  • und nach Möglichkeit von Fach- und Betreuungskräften beaufsichtigt werden, die den Kindern bekannt sind.

 

Um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können, ist Folgendes täglich schriftlich zu dokumentieren:

  • namentliche Erfassung der Kinder je Gruppe
  • die betreuenden Fachkräfte in den jeweiligen Gruppen
  • Kontaktdaten bei Anwesenheit von Betriebsfremden
  • Kontaktdaten der bringenden und abholenden Personen

 

In den Waldgruppen ist die Betreuung durch den Aufenthalt im Freien grundlegend vorteilhaft, solange nicht wetterbedingt der Bauwagen genutzt werden muss. Die Größe der Betreuungsgruppe muss den Gegebenheiten des Bauwagens angepasst werden. Auch hier ist die Einhaltung der Hygieneschutzregeln vorgeschrieben.

 

Das Management unserer Einrichtung hat sich jetzt zu Coronazeiten grundlegend verändert. Es ist eine große Herausforderung die Zeitressourcen der Fachkräfte entsprechend der Verordnung einzuplanen. Die Personaleinteilung für die Betreuung der fest eingeteilten Kindergruppen stellt uns vor große Herausforderungen. Jede Kleingruppe wird im Betreuungszeitraum von 7 Stunden von einer Fachkraft betreut. Mit vielen Teilzeitkräften und auch Fachkräften, die zudem die Betreuung ihrer eigenen Kinder zu organisieren haben, erfordert dies eine große Bereitschaft an Spontanität und Flexibilität und setzt die Gesundheit aller Mitarbeiterinnen, samt unserem FSJler voraus.

 

Nun sind wir gespannt wie die Ankündigung von Kultusministerin Susanne Eisenmann, dass spätestens Ende Juni alle Kinder wieder in die Kindertageseinrichtungen dürfen, umgesetzt wird. Schon seit Ende Mai wird in den Medien über eine Rückkehr in den Regelbetrieb, wohl mit einigen Einschränkungen, berichtet.

Ein solches Vorhaben setzt ein Konzept voraus, das bisher noch nicht vorliegt. Es scheint spannend zu bleiben, denn der verlässliche Rahmen des Landes lässt auf sich warten. Bisherige Maßnahmen waren zum Ärger aller Betroffenen von Irritationen und Kurzfristigkeit geprägt.

 

Soviel zur aktuellen Situation in und um den Mullewapp herum. Mein Wunsch heute richtet sich an das gesamte Fachpersonal des Kindergartens. Möge es weiterhin die Energie, die Resilienz aufbringen um den derzeit herausfordernden Umständen Stand halten zu können. Allem voran ist hierfür absoluter gesundheitlicher Schutz und körperliche Unversehrtheit sicher zu stellen.

Bleiben auch Sie alle gesund und guter Dinge. Es grüßt aus dem Kindergarten Mullewapp mit integrierten Waldgruppen

Claudia Jäckle mit Team

........................!!! Aktuelle Trägerinformation !!!..............................

 

 

Aufgrund der vom Land angekündigten schrittweisen Ausweitung in Richtung eines Regelbetriebs bei den Kindergärten ab 18.05.2020 (auf bis zu 50 % der Kinder - siehe folgender Link zur Seite des Ministeriums, gibt es folgende Informationen:

 

https://km-bw.de/,Lde/Startseite/Service/2020+05+06++Fahrplan+fuer+weitere+Oeffnung+des+Schul-+und+Kitabetriebs )

 

 

 

Das Land weist darauf hin, dass die Details hierzu nun mit den kommunalen Landesverbänden erörtert und festgelegt werden. Die regelungstechnische Umsetzung dieser Ankündigung der Ausweitung steht leider noch aus. Uns ist deshalb bislang nicht bekannt, welche Vorgaben und Maßgaben zu beachten sind, um den geforderten Hygiene- und Gesundheitsschutz einzuhalten. Wir gehen davon aus, dass ab dem Zeitpunkt des Erlasses (Vorlage) der Regelungen etwa 1 Woche benötigt wird, um die organisatorische Umsetzung auch mit Blick auf die Einhaltung der Hygienestandards zum Gesundheitsschutz wie auch personell im Interesse aller verlässlich zu organisieren. Deshalb haben wir großes Verständnis für den Wunsch der Eltern nach Betreuung ihrer Kinder, der Gesundheitsschutz ist uns jedoch sowohl für die Kinder als auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und damit nicht zuletzt für die Eltern sehr wichtig.

 

Dass am 18.05.2020 mit einer verlässlichen entsprechend ausgeweiteten Betreuung gestartet werden kann, halten wir jedoch Stand heute für kaum leistbar. Wir können jedoch versichern, dass wir, sobald uns die Vorgaben vorliegen, mit Ihnen die Umsetzung konkret abstimmen und vornehmen wollen.

Deshalb bitten wir alle Beteiligten um Verständnis für diese Vorgehensweise.

                                                                                                                                    Elternbrief Mai 2020

Was geht ab im Mullewapp?

 

Wir sind davon überwältigt, welch tolle Rückmeldungen wir von unsern Kindern/Eltern, vor allem zum Dorf-Rätsel und den von uns sehr individuell geschriebenen Briefen an die Kinder derzeit bekommen. Die den E-Mails der Eltern teilweise angefügten Fotos machen deutlich, mit wieviel Spaß und Motivation die Aufgaben gelöst worden sind.

Wir werden die ausgefüllten und mit Namen versehenen Rätselbögen sowie die von uns ausgedruckten Fotos der Kinder in die Portfolio-Ordner der Kinder einsortieren.

  

In der  nächsten Kindi-Post finden die Kinder unterschiedliche kleinere Beschäftigungsanregungen. So dürfen die zukünftigen Schulkinder für ihren Jahreskalender das nächste Kalenderblatt für den Monat Mai herstellen. Für alle Kinder sind weitere Portfolioblätter vorbereitet. Die Schuhgröße, festgehalten durch einen Fußabdruck, die aktuelle Körpergröße, das Gewicht und Vieles mehr dürfen festgehalten werden.

Wir freuen uns täglich über bereits gebastelte Kalenderblätter und kreativ gestaltete Portfolioblätter der vergangenen Monate, die mit Namen versehen in unserem Briefkasten landen.

 

Wir freuen uns auch über die bunte Steinschlange auf unserem Eingangsweg die immer länger wird. Ganze STEIN-Familien reihen sich bunt fröhlich ein – weiter so!

 

Wir hoffen, dass die Kinder unser Mullewapplied noch nicht verlernt haben. Wir laden alle Kinder und deren Familien zu einem abgeänderten „Flashmob“ ein.

Am Mittwoch, 20.05.2020, zur gewohnten Kreiszeit, also um 9:00 Uhr, wird lautstark gesungen. Dann heißt es Fenster auf oder raus in den Garten oder auf den Balkon und los geht’s.

Zuhörer und Mitsänger sind erwünscht.

 

Kennen Sie eigentlich die illustrierte Geschichte von Björn Benno Hermans „AUFREGUNG IM WUNDERWALD- und alles wegen dieser Krankheit“? Wir haben Sie von einer Kindergartenmama empfohlen bekommen und geben diesen Tipp nun gerne an alle weiter.

Sie kann aus dem Internet heruntergeladen und ausgedruckt werden. Wir versuchen Sie auch auf unserer Kindergartenhomepage einzustellen.

 

Wie geht es nun, die erweiterte Betreuung betreffend, in den Kindergärten weiter? Diese Frage beschäftigt sehr viele Familien. Aufgrund der sehr kurzfristig sich ändernden Regelungen verweisen wir bei Fragen rund um CORONA, auf die Homepage der Gemeinde Vogt.

Soweit möglich, geben auch wir gerne telefonisch Auskunft. 

 

Nun noch eine Information zur anstehenden personellen Veränderung im Mullewapp.

Zum 01.07.2020 steht im Haus ein personeller Wechsel an. Hiermit verbunden ist dann eine offene Stelle für eine pädagogische Fachkraft mit einem Stellenumfang von 40 % in einer 4Tage/Woche. Interesse? Dann melden Sie sich rasch bei uns oder in der Gemeindeverwaltung.

 

Ihnen allen wünschen wir nun sonnige, warme, energiegeladene und fröhliche Tage und verbleiben mit einem herzlichen Gruß bis zum nächsten „Was geht ab im Mullewapp?“

                                                                                                    Gemeindeblattartikel vom 23. April 2020

Was geht ab im Mullewapp?

 

Die Corona-Nachrichten und Ereignisse bekommen immer wieder neuen Fahrtwind. Beim Lesen dieser Zeilen beleben schon die ersten Kinder in der erweiterten Notbetreuung unsere Räumlichkeiten. Auch draußen an den Waldplätzen sind wieder Kinderstimmen zu hören. Wie gehen wir mit dieser von der Regierung auferlegten Situation um?

Sehr zwiegespalten: da sind auf der einen Seite die Familien, die immer mehr in eine Betreuungsnotlage kommen und auf Hilfe warten und auf der anderen Seite der Eigenschutz und der Schutz der Kinder. Es wurden Empfehlungen und gute Ratschläge vorgelegt, wie diese Notbetreuung umgesetzt werden kann und soll. Leider sind Theorie und Praxis sehr weit voneinander entfernt. Fakt ist, dass wir es nicht mit Maschinen oder Gegenständen zu tun haben. Nein, es sind Schutzbefohlene mit großem Bewegungsdrang, die ein Recht auf Zuwendung, Körperkontakt und einen liebe- und respektvollen Umgang haben. Und genau dem werden wir – wie auch zu Nicht-Corona-Zeiten – Rechnung tragen. Ganz im Bewusstsein, dass wir uns gänzlich auf die Informationen zum Gesundheitszustand der Kinder und Angehörigen auf die Erziehungsberechtigten verlassen müssen. Dies geht selbstverständlich mit Vertrauen, Einlassen und Zulassen einher. Wir sind bereit und stellen uns dieser Situation.

Selbstverständlich sind wir weiter im Kontakt mit all unseren Kindern und Familien. So heißt es jetzt im Familienverbund Rätsel zu lösen. Sprich, sich auf einen Spaziergang zu begeben, die Fenster im Rathaus zu zählen, Gegenstände ausfindig zu machen, Bäume zu erkennen, Naturmaterial im vorbereiteten Waldmandala oder im Webrahmen einzuweben und vieles mehr. Selbstverständlich wartet, entsprechend vorbereitet und deponiert, eine kleine Überraschung auf die kleinen Experten. Doch dem noch nicht genug, auch der Elternbeirat initiiert eine Aktion, die andernorts auch bereits für ein buntes Straßenbild sorgt. Selbstbemalte Steine werden mit Start Mullewapphaustür aneinandergereiht und lassen so eine kreative bunte Schlange entstehen. Diese darf gerne von unseren Nachbarn und allen Vogter Bürgern über den Zaun- und Straßenrand weitergeführt werden.

Wir möchten es nicht versäumen, uns an dieser Stelle bei allen Menschen zu bedanken, die diese so besondere Zeit mit uns gemeinsam so bunt, lebendig, lebensfroh und optimistisch gestalten. Neben den vielen Informationen, die für uns aufbereitet werden, den vor- und nachbereitenden Tätigkeiten in den Rathausbüros, den Erledigungen handwerklich und gärtnerisch anfallender Arbeiten (Bauhof) sind dies die gemalten und gebastelten Kunstwerke der Kinder und die fantastisch gebackenen Kuchen und Kekse, die uns Eltern vor die Türe stellen. Ihr seid alle einfach spitze und euer Engagement verdient unseren ganzen Respekt. DANKE.

Halten Sie alle weiterhin gut durch und bleiben Sie zuversichtlich und offen für die kommende Zeit.

Es grüßt das Team aus dem Kindergarten Mullewapp mit integrierten Waldgruppen.

Gemeindeblattartikel vom 16.04.2020

 

„Was geht ab im Mullewapp?“

Es ist absolute Ruhe in und um den Mullewapp herum eingekehrt. Wir befinden uns in den Osterferien. Der Personalparkplatz ist leer und die Tür bleibt geschlossen. Erstmals nicht nur für drei oder vier Tage um Ostern herum, nein es sind tatsächlich acht Werktage.

Alter Urlaub aus 2019, der Abbau von Mehrarbeit sowie zwei Homeoffice-Tage zur Dokumentation von Entwicklungsschritten der Bezugskinder haben uns diese „zweiwöchige Quarantäne“ ermöglicht. Alle Mitarbeiterinnen sind kerngesund und wohlauf in diese Zeit (bis 20.04.2020) gestartet.

In den letzten Gemeindeblattausgaben haben wir über die kinderfreie Zeit im Mullewapp berichtet. Viele Arbeiten konnten in Ruhe und ohne Zeitdruck erledigt werden. Neue Projekte und Ideen wurden konzipiert und teilweise schon schriftlich ausgearbeitet. Dies hat eine wunderbare Dynamik entwickelt und neue Teamprozesse in Gang gesetzt. Im Sitzungssaal des Rathauses war es uns möglich, den Sicherheitsabstand einzuhalten und an unserer Weiterentwicklung zu arbeiten. Es ist uns sogar gelungen eine

Inhouse-Schulung durchzuführen. Das heißt eine Kollegin hat uns eine betriebliche Weiterbildung ermöglicht.

Diese Kollegin und Mullewapp-Mitarbeiterin, die nach einer zweijährigen Ausbildung zur „Führung einer Fachpraxis für integrative neurophysiologische Entwicklungsförderung“ befähigt ist, war für einen Tag unsere Fortbildnerin. Die frühkindlichen Bewegungsmuster und deren Einfluss auf die Entwicklung wurden thematisiert. Ein ganzheitlicher Ansatz fokussierte den Blick auf Motorik, sozial-emotionale und kognitive Entwicklung. Der Blick auf die Wahrnehmung, Sensorik, Bewegung, das Körperschema, um nur einige Begriffe zu nennen, standen im Mittelpunkt. Ziel dieser Schulung war es, einen neuen Standard zur Entwicklungsbeobachtung für unsere Einrichtung zu entwickeln. Dies ist uns im ersten Schritt gelungen. Bisher hatte der „Ravensburger Bogen“ zur Entwicklungsbeobachtung von Kindern in Kindertageseinrichtungen seine Gültigkeit. Entwicklungsbeobachtung ist eine Methode in der pädagogischen Arbeit im Kindergarten und dient der regelmäßigen und systematischen Wahrnehmung des einzelnen Kindes. Dieser mehrseitige Bogen gehört nun der Vergangenheit an. In Anlehnung an den Orientierungsplan für Bildung und Erziehung für die baden-württembergischen Kindergärten werden wir Entwicklungs-beobachtungen und Entwicklungsgespräche neu und nach unserem Standard ausrichten.

Viele weitere Themen aus Fortbildungen und Schulungen warten darauf, in ähnlicher Form mit den Kolleginnen besprochen, diskutiert und weiterentwickelt zu werden. Die Zeit ohne Kinder im Kindergarten ist zwar eine sehr befremdliche Zeit aber sie hat auch etwas, das so noch nie dagewesen ist. Wir nutzen sie als Chance für uns, für die Kinder und Eltern.

Mit ein paar Worten zur jetzigen Situation verabschieden wir uns bis zum nächsten „Was geht ab im Mullewapp?“ von Ihnen:

Pandemie hin oder her – der Frühling kommt, und mit ihm die warme Frühlingssonne und das Gezwitscher der Vögel.

Schließ deine Augen, lausche, fühle die Wärme auf deiner Haut und begreife: selbst drinnen bist du ein Teil vom großen Draußen

                                                                                                                                                   März 2020

 

Nach den guten Nachrichten über die Änderung der Schließzeiten in unserem letzten Bericht,

 

Freitag,    22.05.2020                     – Kindergarten geöffnet   (bisher Putztag)

Montag,   07.09.2020                     – Kindergarten geöffnet   (bisher pädagogischer Tag)

Dienstag, 08.09.2020                     – Kindergarten geöffnet   (bisher pädagogischer Tag),

 

dürfen sich die Familien nun über eine Beitragsfreistellung für den Monat April 2020 freuen.

 

Viele Stunden Beratung, Planung und Konzeptionsarbeit liegen bereits hinter uns.

Bedauerlicherweise haben wir einige bereits geplante Aktionen von unseren Terminkalendern streichen müssen. Glücklicherweise sind wir aber in der Lage, Zukunftspläne zu schmieden und uns mit Träumen und Wünschen zu  beschäftigen.

Im Haus St. Antonius sind die Kinder glücklicherweise immer willkommen, so dass wir die Räume nun eben nicht mit einem Frühlings- sondern vielleicht einem Sommer- oder Herbstpotpourri füllen werden. Die hungrige, kleine Raupe Nimmersatt verschiebt ihren für Ende April geplanten Besuch bei den Kindern in der Gemeindebücherei einfach auf einen späteren Zeitpunkt. Der Ende April geplante Elternhock ums Lagerfeuer draußen am Waldplatz, kann sehr spontan neu terminiert werden.

Bestimmt wäre für alle Mullewappfamilien der 08. Mai 2020 ein sonniger und warmer und vor allem gemeinsam erlebter Familien- und Naturtag geworden. Auch diese Aktion wird mit Sicherheit auf den Fotos, die in ein paar Jahren einmal angeschaut werden, glückliche und strahlende kleine und große Menschen zeigen, nur eben mit einem anderen Datum versehen.

Unsere Erstklässler 2020 dürfen sich - komme was wolle -  auf jeden Fall auf eine selbstgebastelte Mullewappschultüte freuen. In den letzten Tagen sind die Vorbereitungen für die Bastelpackungen hierfür auf Hochtouren gelaufen. Doch bevor wir uns Gedanken darüber machen, wie die Situation zu den anberaumten Bastelterminen tatsächlich aussehen wird, schauen wir erst einmal dem Osterfest entgegen. Nachdem auch der geplante Besuch von Herrn Pfarrer Boss jetzt zur Osterzeit leider ein Traum bleiben wird, hoffen und wünschen wir uns, dass es die Zeit erlaubt, gemeinsam mit Herrn Boss und Frau Wiltsche-Biller das Kindergartenjahr im Juli mit einer Feier abschließen zu können.

 

Unsere Planung reicht schon weit über die Sommerferien hinaus.

Wir haben uns Ziele gesteckt und Verschiedenes mit Weitblick geplant. Im Kalender vermerkt sind zum Beispiel:

  • 12.09.2020 (26.09.2020 – Ausweichtermin) – Treffen aller Familien mit Kindern die bereits den Mullewapp besuchen und denjenigen die 2020/2021 neu dazu kommen
  • 23.09.2020 – Start einer Bewegungs- und Turneinheit aller Schulkinder aus Haus und Wald in der Sirgensteinhalle
  • 02.10.2020 – Erntedanktreffen aller Haus und Waldkinder draußen an den Waldplätzen
  • 06.10.2020 – Start der Tauschtage für jeweils 4 Kinder aus Haus und Wald – die Kinder wählen sich zuvor ein und verbringen den Vormittag anstatt im Haus dann im Wald bzw. umgekehrt
  • 08.10.2020 – kleines Oktoberfest für die Mullewappeltern mit Wahl der Elternvertreter
  • 17.10.2020 – Unterstützung der Vogter Kleiderbörse durch Eltern und Erzieherinnen
  • 22.10.2020 – Einladung an ehemalige Kindergartenkinder zu einem Begegnungs- und Spielnachmittag im Kindergarten
  • Dezember 2020 – Begegnung beim lebendigen Adventskalender im Mullewapp-Garten
  • Dezember 2020 – Wichtel Nisse hat sich angekündigt und begleitet die Kinder durch die täglichen Adventskreise etc.

 

Jetzt aber dürfen sich unsere Kinder und deren Familien erst einmal über Post von uns freuen. Verschiedene kleinere und größere Bastel- und Beschäftigungsanregungen sowie Vorlagen samt Elterninfoschreiben flattern in einem großen Kuvert in die Briefkästen.  Gespannt sein dürfen wir Erzieherinnen, wie die Kinder die kindergartenfreie Zeit erlebt haben. Auf einem hierfür entworfenen Portfolioblatt halten die Kinder in einem Foto oder selbst gemalten Bild fest, wie sie die Zeit erlebt und was sie sich in dieser Zeit am meisten gewünscht haben.

 

Viele Gedanken haben wir uns darüber gemacht, wie es nach der kindergartenfreien Zeit weiter geht.

In welchem Gemütszustand kommen die Kinder wieder, was haben sie erlebt, welche Bedürfnisse sollten sehr schnell befriedigt werden, was hat jetzt Priorität? Wie geht es den Familien? Ohne Themenschwerpunkte werden wir uns voll und ganz auf die Erfahrungswelt der Kinder, auf die Befindlichkeiten und Herzenswünsche einlassen.

Voraussetzung für all unsere Vorhaben ist selbstverständlich die Gesundheit aller daran Beteiligter.

 

Heute verabschieden wir uns nun in die offiziellen Osterferien.

 

Das bevorstehende Osterfest verspricht einen Neuanfang. Jesus ist auferstanden und die christliche Welt feiert das höchste Fest im Kirchenjahr. Aber auch die Natur wird grüner und bunter und der Frühling verspricht die ersten warmen Sonnenstrahlen.

So wünschen wir allen viele warme Sonnenstrahlen auf der Haut und im Herzen sowie glückliche Feiertage und ein frohes Fest mit bunten Frühlingsblumen.

Es grüßt das gesamte pädagogische Fachpersonal aus dem Kindergarten Mullewapp mit integrierten Waldgruppen.

                                                                                                                                                März 2020

 

Ein Kindergarten ohne Kinder und dies außerhalb der regulären Schließzeiten, das ist doch sehr befremdlich, aber seit Dienstag letzter Woche aufgrund der Corona Pandemie nun Realität.

Dieser Schließung ist eine am Sonntagabend kurzfristig einberufene Sitzung vorausgegangen.

Träger und Trägervertreter, Schulleitung, Hortleitung und Kindergartenleitungen feilten gemeinsam einen Notfallplan aus. Notfallplan, um Kindern aus systemrelevanten Familien eine Notbetreuung anbieten zu können. Weder in Schule/Hort noch Kindergärten bestand jedoch die Notwendigkeit hierfür.

Sicherlich wundern sich unsere Nachbarn, Spaziergänger und vorbeifahrenden Mitbürger über die Autos auf unserem Parkplatz, über die farbenfrohe Auslegware (gewaschenes Spielzeug) vor dem Mullewapp, über den Müll/Sperrmüll der zur Abholung für die Bauhofmitarbeiter am Zaun steht, über die Personen, die sich im und um das Haus nützlich machen.

Was geht da ab im Mullewapp? Eine sehr berechtigte Frage J.

Zum einen gibt es da Anweisungen von Seiten des Trägers, mitunter Urlaubstage aus 2019 und Mehrarbeitsstunden abzubauen, Putzarbeiten und Planungsarbeiten zu verrichten, zum anderen versuchen wir, soweit es der Auftrag vorgibt und es mit dem Eigen- und Fremdschutz vereinbar und möglich ist, die kinderfreie Zeit für die Zeit danach zu nutzen.

Fakt ist, dass wir Erzieherinnen die fröhlichen Kinderstimmen, die Freuden- und Kullertränen, die neugierigen Blicke und Fragen, die Spiel- und Kreativerlebnisse, die emotionalen Momente mit den Kindern, das Teilen von Freud und Leid mit den Familien, das Leben in unserer großen Mullewapp-Gemeinschaft sehr vermissen.

Wir füllen diese doch für uns alle sehr ungewöhnliche Zeit mit Reinigungs-, Sortier- und Räumarbeiten. Es werden Dokumentationen und Entwicklungsberichte geschrieben sowie Standards und Schwerpunkte überarbeitet und weiterentwickelt. Die Jahresplanung für das Kindergartenjahr 2020-2021 wird grob festgelegt. Ordnungssysteme werden in Frage gestellt, neu konzipiert und einiges mehr. Die spontan und rasch erstellte Liste möglicher Arbeiten, die in der jetzigen Zeit verrichtet werden könnten, ist überraschend lang. Wahrscheinlich werden wir noch weit über den vorerst geplanten Kindergartenstart am 20. April mit der Bearbeitung unterschiedlichster Aufgabenstellungen beschäftigt sein JDie Zielstrebigkeit, die Motivation, die Flexibilität und das Engagement aller Mitarbeiter/Innen ist beeindruckend und verdient meine absolute Anerkennung und Wertschätzung. Und genau das zeichnet das Mullewappteam auch aus: wenn irgendwie möglich für die Kinder, für die Familien, für Haus, Hof und Natur den vollen Einsatz zu bringen.

Diese besondere Zeit, die wir gerade mit (einander) gestalten ist eine beängstigende aber auch sehr wertvolle Zeit. Neue Lebens- aber auch Grenzerfahrungen werden gemacht.

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Blicken wir auf all die Gespräche und Sitzungen der vergangenen Wochen, so wird der Traum von einem gemütlichen, noch überschaubaren neuen Mullewapp bereits sichtbar. Mit Philipp Sohn vom Architekturbüro roterpunkt hat das Neubauvorhaben „Kindergarten Mullewapp“ zumindest auf dem Blatt Papier unsere Zustimmung bekommen J. Es ist bemerkenswert wie das von Frau Aßfalg und uns Erzieherinnen geplante Raumkonzept in die Gesamtplanung aufgenommen worden ist. Mit den Beschlüssen des Gemeinderats, verschiedene Planungsgegebenheiten nochmals überprüfen zu lassen, versuchen wir umzugehen. Eine grundlegende Änderung unserer offenen Betreuungsform, also unserer pädagogischen Haltung, unserer Vorgehensweisen und Alltagshandlungen gehen damit einher. Eine sehr spannende Zeit liegt vor uns. Eine Zeit, die mehr Arbeit mit sich bringt, auf die wir uns aber freuen. Werden wir doch von allen Seiten, also Träger, Gemeinderat und Architekt zu den Vorgängen informiert, zu Gesprächen eingeladen und nach unserer Haltung und fachlichen Meinung gefragt.

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Mit unserem neu geschaffenen Angebot für Kinder verschiedener Altersstufen in der öffentlichen Gemeindebücherei haben wir bei der Bildungsstiftung der Kreissparkasse Ravensburg unlängst einen Antrag auf Fördergelder gestellt.

Das Kuratorium der Bildungsstiftung der Kreissparkasse Ravensburg hat in einer Sitzung am 3. März positiv über unseren Förderantrag entschieden. Hurra, eine Förderung von 450 € aus dem Bildungstopf wurde bewilligt.

Worum geht es bei dem Angebot? Bücher und deren vielfältiger Einsatz sind uns ein großes Anliegen. Wer in der Kindheit kein Buch in die Hand nimmt, wird es wahrscheinlich auch später nicht tun. Kinder mit Büchern vertraut zu machen und zum Lesen zu animieren ist uns sehr wichtig, denn auch in der späteren Schullaufbahn sind sie auf den kompetenten Umgang mit Büchern angewiesen. So haben die Mullewappkinder schon seit mehreren Jahren die Möglichkeit, sich aus unseren Bücherregalen Bücher auszuleihen oder im Lesestündchen den ehrenamtlichen „Vorleserinnen“ zu lauschen. Jetzt haben wir ein weiteres Angebot geschaffen, um Kinder verschiedenen Alters mit dem Medium „Buch“ zu vernetzen. Mit dem Büchereiteam konnten wir hierfür offene Kooperationspartner gewinnen und haben somit auch die notwenigen Räumlichkeiten zur Umsetzung gefunden. Vernetzung von Kindergarten- und Grundschulkindern stehen mitunter im Mittelpunkt. Zwei Veranstaltungen in Form eines Tischtheaters und eines Vorlesenachmittags sind bereits sehr gut angenommen worden.

Anschaffungen von Buchmaterial, Requisiten, aber auch Honorarkosten für Autorenlesungen etc. fallen in den Förderbereich. Aufgrund der Corona Pandemie werden wir unseren geplanten Apriltermin verschieben. Er wird rechtzeitig im Gemeindeblatt und über Aushänge angekündigt. Vielleicht sind Sie und/oder Ihre Kinder ja auch mit dabei.

 

ÄNDERUNG DER SCHLIESSZEITEN IN DEN KOMMUNALEN KINDERGÄRTEN IN VOGT:

Freitag,    22.05.2020                  – Kindergarten geöffnet   (bisher Putztag)

Montag,   07.09.2020                   – Kindergarten geöffnet   (bisher pädagogischer Tag)

Dienstag, 08.09.2020                  – Kindergarten geöffnet   (bisher pädagogischer Tag)

 

Bleiben Sie gesund und versuchen Sie, die jetzige doch so besondere Zeit, soweit möglich, positiv anzugehen und auch zu genießen.

Es grüßt aus dem Kindergarten Mullewapp mit integrierten Waldgruppen C. Jäckle mit Team.

                                                                                                                                         Februar 2020                                                                                                                                

Was geht ab im Mullewapp?“

 

Eine absolut stürmische Zeit liegt jetzt hinter uns. Haben neben Sturmtief Sabine auch die Zwerge und Riesen in Wald und Haus viel Aufsehen und Wind um sich gemacht. Für die Kinder hat es im Land der Zwerge und Riesen unterschiedlichste Möglichkeiten gegeben, um in einer ganz kleinen oder aber riesengroßen Rolle mitmischen zu können. Vom Zwergentheater über Riesenvesper, vom Geschicklichkeitsparcours mit Riesenmaterialien bis hin zu winzig kleinen Spiel- Erlebnis- und Sinneserfahrungen war für die Kinder ein abwechslungsreiches Programm geboten.

Für etwas Unruhe während der märchen- und fabelhaften närrischen Zeit hat dann der Sturm gesorgt. Besonnenes, rasches Handeln, gute Organisation, Flexibilität und Spontanität der pädagogischen Fachkräfte, sowie die sehr kompetente, schnelle Unterstützung unseres Försters Johannes Steinhauser haben für eine sichere und glücklicherweise schadenfreie Sturmzeit gesorgt.

Musste doch für knapp 40 Waldkinder eine adäquate Betreuungsmöglichkeit gefunden, Sturmschäden und Gefahrenquellen festgestellt und beseitigt sowie die Waldflächen wieder freigegeben werden. Tatkräftige Unterstützung draußen im Wald durften wir wieder einmal mehr durch Bauhofleiter Haller und seine Mitarbeiter/Innen erfahren. Ihnen allen und selbstverständlich auch unseren verständnisvollen Mullewapp-Familien ein herzliches Dankeschön.

Ordnen wir dieses unbeschadete Erleben des Sturmes in die Reihe der Glücksmomente ein, so bekommt dort auch Petra Detzel, Inhaberin der Vogter Nähstube „Max und Moritz“, ihren Platz. Mit der Übergabe von über 200 Meter hochwertigen Fasnets- und Dekorationsstoffen hat sie uns ein unbezahlbar großes Geschenk gemacht. Stoffe sind nicht nur für die Kinder ein sehr wichtiges Spielmedium (Bauecke, Rollenspiel- und Kreativbereich). Neben Umhängen, Decken, Kissenbezügen, Verkleidungsaccessoires, spielen Stoffe auch bei der Raumgestaltung, Raumtrennung, etc. eine große Rolle. Nicht selten kommen die Nähtalente unserer Vertretungskraft Regina Stöhr zum Einsatz. Sie bessert aus, entwirft und näht für uns Baldachine, Material- und Kissenhüllen sowie viele andere nützliche Stoffbehälter oder auch Kostüme. Schön, dass es so viele Menschen um uns herum gibt, die unsere Arbeit, unsere Gemeinschaft unser Miteinander im und um den Mullewapp herum unterstützen.

So waren es auch nicht wenige Menschen, die sich an dem von uns angebotenen „Tag des offenen Abends“ eingefunden und vom „Ort an dem Ihr Kind gut wachsen kann“ einen Einblick verschafft haben. Leider reichen die angebotenen freien Plätze für das Kindergartenjahr 2020-2021 nicht aus, um allen Familien die gewünschte Aufnahme ihrer Kinder zu ermöglichen. Da es auch in den anderen beiden Vogter Kindergärten ähnlich aussieht, gibt es bereits erste Überlegungen der Träger, eine Übergangslösung zu schaffen.

Diese Thematik wurde von Herrn Smigoc als Trägervertreter bei der kürzlich im Mullewapp statt gefundenen Versammlung der Elternvertreter nur kurz angeschnitten. Vielmehr ging es um den anstehenden Neubau und die damit verbundenen Abläufe und Schwerpunkte. Gespannt sein darf man jetzt auf das Ergebnis des Architektenwettbewerbs und die anschließende Vergabe des Auftrags. Näherer Informationen zu diesen Vorgängen entnehmen Sie den Gemeindeberichten.

Lassen Sie sich jetzt von den bevorstehenden Frühlingserlebnissen verzaubern, halten Sie inne, atmen Sie durch und genießen Sie alles was da kommt.  

Mit den besten Grüßen aus dem Kindergarten Mullewapp mit integrierten Waldgruppen.

                                                                                                                                           Januar 2020

 

Von Peter Ustinov (engl. Schauspieler) stammte das Zitat

„Es ist von grundlegender Bedeutung, jedes Jahr mehr zu lernen als im Jahr davor.“

Bei diesem Satz denkt man unwillkürlich erst einmal an die Kinder und jungen Erwachsenen.

Wir möchten mit Ustinovs Zitat aber einen kleinen Bogen schlagen zur Steigerung unserer fachlichen Qualifikation, also der des fachpädagogischen Personals.

Unsere berufliche Kompetenz wird nicht mehr nur einmalig durch eine abgeschlossene pädagogische Ausbildung oder ein abgeschlossenes Studium erlangt. Das Handeln in der beruflichen Alltagspraxis und die Fort- und Weiterbildungen nehmen einen großen Platz bei der Weiterqualifizierung ein.

Unser Berufsfeld, das durch gesellschaftliche Veränderungen stark beeinflusst wird, unterliegt einer ständigen Dynamik. Um professionelle Erziehungsarbeit kontinuierlich ausüben zu können, legen wir einen großen Wert darauf, uns entsprechend über Tages- und längerfristige Qualifizierungsmaßnahmen weiterzubilden. Dies ist selbstverständlich nur möglich, indem die Notwendigkeit erkannt und Zeitressourcen und finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden. Hierfür der kommunalen Trägerschaft unserer Einrichtung ein herzliches Dankeschön.  

 

Die Sprachbildung als ständiger Begleiter unseres Handelns spielt in der Weiterqualifizierung eine große Rolle. Bei einem Coaching-Programm stand so für eine Mitarbeiterin an 10 Terminen, über das ganze letzte Jahr verteilt, die praxisnahe Sensibilisierung und Wissensvermittlung im Bereich „Sprache als ständiger Begleiter“ im Fokus.

 

Mit Erfolg konnte eine Mitarbeiterin den Qualifizierungskurs

„Führung einer Fachpraxis für integrative neurophysiologische Entwicklungsförderung“ nach zweijähriger Ausbildung und auf eigene Kosten im November 2019 abschließen. Frühkindliche Bewegungsmuster und deren Einfluss auf die Entwicklung stehen im Mittelpunkt. Ein ganzheitlicher Ansatz fokussiert den Blick auf Motorik, sozial-emotionale und kognitive Entwicklung.

 

Beobachtungskonzepte werden in der Arbeit mit den Kindern immer wieder neu definiert. So wurden bei einer eintägigen Fortbildung die Bildungs- und Lerngeschichten, bei denen die ganzheitliche, wertschätzende Beobachtung des einzelnen Kindes im Zentrum steht, thematisiert.

 

Unter dem Fortbildungstitel „Damit kein Kind verloren geht“ wurde die Thematik „vom Umgang mit Kindern mit herausforderndem Verhalten“ bei einer mehrtägigen Fortbildung angegangen. Auch wir werden mit der Thematik konfrontiert, des sich nicht konzentrieren, keine Regeln einhalten können, des schlagen, treten, beißen oder des sich komplett entziehen.                         Besondere Bedürfnisse erfordern besonderes Hintergrundwissen und besondere Handlungsstrategien. Bindung und Beziehung sowie das Ermöglichen von Selbstwirksamkeit über unser pädagogisches Konzept und eine enge „Allianz“ mit den Eltern sind hier wieder einmal mehr von großer Bedeutung.

 

An der Qualifizierung zur Naturpädagogin haben über das gesamte letzte Kindergartenjahr hinweg alle sechs Waldpädagoginnen in ihrer Freizeit teilgenommen. Der Jahresverlauf war Leitfaden für die Ausbildung mit Dipl. Biologe Rainer Schall. Die Ausbildung hat mit dem Hintergrund die Beziehung des Menschen zur Natur neu zu beleben und zu vertiefen im Freien stattgefunden.

 

Im Zuge der Qualifizierungs- und Zertifizierungsmaßnahme „Haus der kleinen Forscher“ wurde in mehreren eintägigen Fortbildungen an der IHK Weingarten praktisches und theoretisches Wissen im Bereich Technik, Naturwissenschaften, Strom und Energie etc. an zwei Mullewapp-Mitarbeiterinnen weitergegeben.

 

Bei der qualifizierten Praxisbegleitung (QP), die sich über einen längeren Zeitraum erstreckte, spielte alles was das Team, die Leitung bewegte eine Rolle. So haben wir für unseren herausfordernden Arbeitsalltag passgenaue und praxisnahe Impulse und Denkanstöße erhalten. Eine maßgeschneiderte Begleitung mit gewonnenen Erkenntnissen und Handlungsmöglichkeiten, vor allem im Umgang untereinander, tut bekanntlich allen gut. So sind wir in einer schwierigen Phase der Teamfindung auch in den Genuss einer Supervision gekommen.

Wir verstehen unseren Mullewapp als lebendigen und wachsenden Organismus, der trotz allgemeiner Standards wie jede andere Einrichtung auch, einzigartig ist. Anforderungen und Erwartungen steigen enorm, dem wollen und werden wir uns weiterhin motoviert stellen.

So sind erste Qualifizierungs- und Fortbildungstermine für das Jahr 2020 bereits im Kalender vermerkt.

 

Zu erwähnen sind an dieser Stelle selbstverständlich auch die Kinder und deren Familien, bei denen unser angeeignetes Fachwissen Anwendung und Umsetzung finden darf. Eltern sollten ohne Zweifel erst einmal die Experten für ihre Kinder sein und bleiben. Dennoch gibt es Situationen in denen ein offenes Ohr, fachlicher Rat, tatkräftige Unterstützung und Hilfestellung gefragt sind. Dies erfordert Vertrauen und Offenheit, der wir tagtäglich in irgendeiner Form begegnen. Dies motiviert, belebt und fördert ein gutes Miteinander, für das sich das gesamte fachpädagogische Personal bedankt.

 

Bleiben Sie dabei und interessiert an der Arbeit, dem Wirken und Entwickeln der jüngsten Bewohner Vogts. Wir freuen uns auch darauf, Sie in nächster Zeit über die Entwicklung des Neubauvorhabens immer wieder informieren zu dürfen.

Es grüßt das gesamte pädagogische Fachpersonal aus Wald und Haus.

                                                                                                                                     Dezember 2019

 

Die Lichterketten und der Kerzenschein im Eingangsbereich, die Adventsecken in unserem gemütlichen alten Haus, der Duft nach selbstgebackenen Plätzchen, weihnachtliche Melodien aus Kindermund, knisternde Holzscheite im Bauwagenofen, meditatives Gehen in der Adventsspirale aus Tannenzweigen und die täglichen Geschichten von Maria, Josef und dem Esel, lassen es unschwer erkennen:

die Mullewappkinder bereiten sich ganzheitlich und mit allen Sinnen auf Weihnachten, auf Jesu Geburtstag vor:

Bei Familie Scheffold auf dem Spehnerhof machen die Kinder die Bekanntschaft mit Tara. Bei diesem Besuch bestätigt sich all das, was die Kinder in den Tagen zuvor in Theorie und Bild von Tara und ihren Artgenossen erfahren haben. So sind es die langen Ohren, die Stehmähne, die sehr aufmerksame, jedoch auch vorsichtige Haltung und vieles mehr, was die Kinder beeindruckt hat. Mit dieser Vorbereitung entwickeln die Kinder jetzt für „Marias Esel“ und all die Erlebnisse auf ihrem Weg nach Bethlehem eine wahre Freundschaft.

Haben Sie sich eigentlich auch mit uns am 02. Dezember, beim lebendigen Adventskalender auf die Adventszeit eingestimmt?

Na dann wissen Sie jetzt auch wie man weihnachtelt. Dass nämlich auch bei den Tieren im Wald das Schenken und Beschenkt werden für Aufregung sorgt, war nicht zu übersehen. So hat der Hase, die Eule, die Maus … dargestellt von den Erzieherinnen in einem kleinen Theaterstück, die Augen, Ohren und Herzen der Zuschauer berührt. Eine Geschichte über den Sinn des Schenkens, erzählt mit Witz und Empathie mit dem Fazit „Weihnachten ist ein Fest für alle“.

Auch die neue evangelische „Pfarrersfamilie Boss“ hat unsere persönliche Einladung angenommen und sich in unserem Garten unter die Menschenmenge gemischt.

Schon tags darauf haben wir Herrn Pfarrer Boss in unserem Adventsmorgenkreis mitreisen lassen. Nach einer kurzen Station in Israel bei Maria und Josef hat sich uns der Sterndeuter Kaspar vorgestellt und über den neuen Stern am Himmel berichtet. Anschließend war es Herr Boss, der den Kindern Einblick in sein abwechslungsreiches und vielfältiges Aufgabengebiet als Pfarrer, ja auch als Privat- und Familienmensch gewährt hat. Jetzt freuen wir uns schon auf unsere nächste Begegnung mit ihm. Mit seinem Talar und auch einer biblischen Geschichte oder einem Bilderbuch im Gepäck, werden ihm die Kinder wieder die ganze Aufmerksamkeit schenken.

Sie merken, wir als kommunaler Kindergarten stellen uns nicht die Frage ob religiöse/interreligiöse Bildung stattfinden soll oder nicht. Uns geht es um das Kennenlernen einer Vielfalt, auch in den Unterschieden religiöser und weltanschaulicher Herkunft und Prägung der Kinder, die wir betreuen. Deshalb dürfen wir die Religion im Kindergarten nicht ausklammern. Freundinnen und Freunde nehmen alle Gemeinsamkeiten und alle Unterschiede wahr und als kleine Kinder brauchen sie dazu Begleitung. Wir möchten der Vielfalt Raum geben und sie mit den Kindern als Bereicherung entdecken und annehmen. Hierzu gehören eben auch diese Begegnungen in Erzählungen, Legenden und auch mit Menschen, wie Herrn Pfarrer Boss oder Herrn Pfarrer Briemle und Frau Wiltsche-Biller.

Was wäre das Fest des heiligen Nikolaus, verbunden mit einem gefüllten Nikolaussack ohne die Hintergründe zu dieser Legendengestalt? Äpfel, Mandarinen und Lebkuchen, sowie ein Begleitbrief des Nikolaus, haben die Kinder so, dankend und mit Gesang verbunden, draußen im Garten annehmen können.

Gut vorbereitet und ganz im Sinne von,

DIE WELT HAT SICH VERÄNDERT, UNSERE HALTUNG ABER NICHT,

nähern wir uns nun dem Weihnachtsfest.

Seien auch Sie in Zukunft wieder dabei: Lassen Sie uns gemeinsam loslaufen, weitergehen, weiterdenken und neue Horizonte erreichen. Wir freuen uns darauf und wünschen Ihnen allen frohe Weihnachten und ein einmaliges, außerordentliches, strahlendes und gesundes neues Jahr.

Es grüßt das gesamte pädagogische Personal aus dem Kindergarten Mullewapp mit integrierten Waldgruppen.


 

                                                                                                                                              Oktober 2019

 

Bei idealem Wetter waren am letzten Septembersamstag alle Mullewapp-Familien aus Haus und Wald zur Herbstaktion eingeladen. 

Sind am Vormittag die Erwachsenen im Wald noch mit Motorsäge, Freischneider, Hammer und Nagel im Einsatz gewesen, konnten sie den Nachmittag mit der gesamten Familie dann beim Stockbrot backen, Kartoffellauf, Dosen werfen, Apfelsaft pressen und einem leckeren Buffet im Mullewapp-Garten genießen.

Einmal jährlich werden die Waldplätze auf Vordermann gebracht. Neben der perfekten Vorbereitung durch die Bauhofmitarbeiter ist die tatkräftige Unterstützung der Eltern, deren großzügige Bereitstellung von Werkzeug und das know how aller Beteiligten erwähnenswert.

Erstmals haben wir diese Waldaktion und das Zusammentreffen der Haus- und Waldfamilien miteinander verbunden. Außerdem waren die Familien schon in die Vorbereitungen der Nachmittagsaktion involviert. Kinder und Erwachsene haben beim Aufbau der Stationen, der Biertischgarnituren, beim Bemalen der Tischdecken … tatkräftig mit angepackt. Erste Gespräche, Bekanntschaften und Spielaktionen waren schon vor der offiziellen herbstlichen Begrüßung in vollem Gange. Die gute Stimmung mit fröhlich gelaunten „kleinen und GROSSEN Leuten“ nehmen wir gerne und motivierend mit auf unseren gemeinsamen Weg durch das Kindergartenjahr. So haben wir uns die vergangenen Tage mit Frau Wiltsche-Biller zur kleinen Erntedankfeier in der katholischen Kirche St. Anna getroffen. Unseren Dank für all das was uns die Ernte, ja auch das Leben Gutes beschert haben wir im Gesang, im Wort, in der Darstellung und in den gespendeten Gaben zum Ausdruck gebracht.

                                                                                                                             November 2019

 

MENSCHLICHKEIT …

„Liebe dich selbst, sorge für dich, hilf den Schwächeren, stehe den Älteren und Kranken bei, teile mit den Ärmeren, sei dankbar für alles was du hast.“

 

Was hat diese Weisheit, diese Aufforderung mit uns, mit dem Kindergarten Mullewapp zu tun?

Sie werden es nicht glauben, aber schon die Kleinsten unter uns, die einmal die Großen neben uns sein werden, leben diese Menschlichkeit. Hierfür ist es wichtig, dass jedes Kind mit seinen Stärken und Schwächen angenommen wird. Nur so kann es Selbstbewusstsein entwickeln und lernen, sich für seine Gegenüber zu öffnen.

Nur wer sich selbst annehmen kann und liebt kann auf andere zugehen, steckt voller Lebensenergie und will diese dann auch mit anderen teilen.

Blicken wir auf die vergangenen Wochen und unsere Kinder, so dürfen wir wieder einmal mehr stolz sein auf sie. Stolz auf ihre Entwicklung, stolz auf das was sie wahrnehmen, verinnerlichen und umsetzen, stolz auf ihre Empathiefähigkeit. Also die Fähigkeit und Bereitschaft, Empfindungen, Emotionen, Gedanken, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen, zu verstehen und nachzuempfinden.

Jährlicher Türöffner für die sehr intensive Auseinandersetzung mit den Themen Nächstenliebe, aufeinander zugehen, anders sein akzeptieren, ist hierbei die Legende des heiligen St. Martin.

So blicken wir auf so manch schöne Begeben- und Gelegenheit zurück:

Bei einer Veranstaltung vom HCL Vogt haben die Kinder den jungen, ehrenamtlichen Handballclub-Akteuren ihre Freude und ihren Dank mit einem Lachen, mit einem „das war super“, mit einem „machen wir das mal wieder“ ausgedrückt.

Im Pflegeheim St. Antonius wurde nicht nur vorgesungen oder vorgespielt, nein, einige der Kinder haben sich getraut, sich ihre Sing- und Tanzpartner sogar aus dem Zuschauerkreis zu holen.

Bei den von uns geschaffenen Gelegenheiten haben wir den Kindern in Wald und Haus Angebote gemacht, um sich im Teilen zu üben. Teilen nicht nur im Hinblick auf das mitgebrachte Vesper oder Teilen von Material. Auch das Teilen von Ressourcen, Fähigkeiten und Wissen und das ebenso wichtige sich Beteiligen löste so manches Glücksgefühl aus. „Ich kann gut malen und du kannst prima ausschneiden – du kannst so toll trommeln und ich kann singen“. Die Kinder werden sensibilisiert und erleben immer mehr wie gut es sich anfühlt, verschiedenen Fertigkeiten und Kompetenzen miteinander zu teilen und zu nutzen.

Was es heißt zu geben, ohne eine Gegenleistung zu erhalten, das erlebten die Kinder in der Spendenaktion „Weihnachtspäckchen für Kinder in Temeswar“. Im 12. Jahr der Beteiligung sind nun 95 Weihnachtstüten, gut gefüllt mit Kleidung, Spielsachen, Pflegemitteln, Süßigkeiten und Schreibartikeln mit  Alois Weiler und seinem Team auf dem Weg nach Rumänien.

Ganz neue Erfahrungen machen alle kleinen und großen Leute derzeit mit unserem Praktikanten Tamo. Als integrative Einrichtung durfte er seine Kindergartenzeit hier im Mullewapp erleben. Als jungen Mann begleiten wir ihn nun, für vorerst zwei Wochen, auf seinem Weg in die berufliche Teilhabe.  Tamo besucht derzeit die Martinusschule (sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung). Wir sind überzeugt davon, dass dieser Weg, den wir miteinander gehen, die Kinder positiv in ihrem Wachsen und Entwickeln beeinflusst und wir alle nur davon profitieren und uns wieder ein Stück mehr öffnen können. 

Sie sehen es ist gar nicht schwer und es braucht oft gar nicht viel dafür, um das Miteinander und die Menschlichkeit sichtbar und spürbar zu machen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allen eine spürbar menschliche und außerordentlich strahlende Adventszeit.

 

                                                                                                                      Oktober 2019

 

"Von den Engeln aus gesehen, sind die Wipfel der Bäume Wurzeln vielleicht, die den Himmel trinken“                                                                                              Rainer Maria Rilke

WAS IST klein UND WAS IST GROSS?

Diese Fragestellung wird uns das ganze Kindergartenjahr auf vielfältigste Weise beschäftigen.

Alle Eltern kennen es: Mit Kindern wird der Kleiderkauf zum ständigen Begleiter. Doch ist Wachstum auf den Menschen hin bezogen immer individuell. Nicht nur die Körpergröße, nein, auch die geistige und körperliche Entwicklung sind von einem Wachsen geprägt. Denken wir hierbei zum Beispiel an die motorische Entwicklung oder die Sprache.

Für dieses facettenreiche Wachsen der eigenen Person, in Körpergröße, Stärken, Charakteren, Selbstbewusstsein, Fühlen, Denken und vielem mehr wollen wir die Kinder sensibilisieren.

Da stellt sich dann aber irgendwann ganz von selbst die Frage

Wie Kinder an der Welt wachsen?

Es ist ein ureigener Drang des Kindes, sich die Welt zu erschließen und seinen Horizont Schritt für Schritt zu erweitern. Es entdeckt seinen Körper und lernt, ihn zu beherrschen. Indem es seine Umwelt wahrnimmt und beobachtet, gestalterisch verarbeitet, sie spielerisch erprobt und Zusammenhänge entdeckt, kann es die Welt zunehmend besser begreifen lernen.

Dieser gemeinsame Blick mit den Kindern hinaus in die Welt wird uns allen viele kleine und GROSSE Erkenntnisse und Erlebnisse bescheren.

Klein und GROSS in der Tierwelt, in der Pflanzenwelt, in der Technik, der Industrie, der Fortbewegungsmittel, in den Bauwerken und Räumen, in den Lebensbereichen, im Bereich der Sinne, der Gefühle, der Sprache, in Märchen …

Wir sind gespannt darauf, auf welchen Wegen die Kinder mit uns durch Klein und GROSS gehen und wie sich die Jahreszeiten in ihrer Größe auswirken werden.

Seien Sie gerne auch dabei, indem Sie uns von Ihren Ideen oder konkreten Aktionen/Besichtigungen/Experimente berichten. Spazieren Sie bei uns im Haus oder auch im Wald vorbei, seien Sie gespannt auf Klein und GROSS.

WAS IST klein UND WAS IST GROSS?

Bei uns im Mullewapp da ist auf jeden Fall was los! J

                                                                                                            Oktober 2019

 

Besuch von Frau Köhler, zahnmedizinische Mitarbeiterin der Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit im Landkreis Ravensburg:

Wussten Sie, dass es diese AG schon seit Oktober 1985 gibt? Erinnern Sie sich vielleicht selbst an Ihre Kindergarten- oder Schulzeit und die jährlich stattfindende Zahnreihenuntersuchung? Diese Form der Zahnprophylaxe wurde schon vor einigen Jahren grundlegend überholt und in eine Gruppenprophylaxe umgewandelt. 

Die Kinder erfahren über Handpuppen, über eine Geschichte und mit sehr einfühlsamer, sachlicher und altersentsprechender Wissensvermittlung wie zahngesundes Verhalten aussehen kann. Frau Köhler (Prophylaxe-Helferin) war an insgesamt drei Tagen bei uns im Mullewapp und hat in Kleingruppen mit den Kindern zum Thema „zahngesunde Ernährung“ gearbeitet. Mit dem jetzigen Wissen heißt es bei den Kindern „Fruchtzwerge und gesüßte Getränke ade, Obst, Rohkost, Vollkornbrot und Wasser juche.“ Auch die richtige Mundhygiene wurde besprochen und sofort in die Praxis umgesetzt und ausprobiert. So hat jedes Kind von Frau Köhler eine bunte Zahnbürste geschenkt bekommen und nach dem Vesper unter Anleitung getestet J.

Zu einer runden Sache wird dieses Angebot der AG Zahngesundheit durch unseren Patenzahnarzt Dr. Hilbert. Mit seiner Einladung und der damit verbundenen Öffnung seiner Praxisräume werden Brücken gebaut. Prophylaxeimpulse werden zwar auch gegeben, vielmehr geht es aber darum die Praxis, die einfachen Geräte und die Arbeit der Assistentin und des Zahnarztes kennenzulernen. Ja, auch der häufig auftretenden Furcht und Angst vor dem Zahnarztbesuch soll so vorgebeugt werden. Ergänzend und mit den vom Kindergartenpersonal zusätzlich durchgeführten Einheiten im Gesundheitsbereich unterstützen alle gemeinsam, die Erziehungsarbeit der Familien.

 

Erste Infoveranstaltung für die Eltern der neuen Erstklässler 2020 und Start der Kooperation Kindergarten - Grundschule:

Wie heißt es auch hier so schön „Nach der Einschulung ist vor der Einschulung“.

Nachdem sich unsere „Großen“ erst gerade aus dem Kindergarten verabschiedet haben, starten für die zukünftigen Erstklässler 2020 und deren Eltern schon die ersten Vorbereitungen. Die Kooperationslehrerinnen Frau Steiner und Frau Bauske freuen sich auf die „Schule am Nachmittag“, zu der die Kinder eingeladen werden. Erste Schulluft schnuppern, Lehrer kennenlernen, stolz die ersten kleineren Schulaufgaben erledigen und eine echte Schul- und Turnstunde miterleben dürfen, gehören zum angebotenen KOOP - Programm. Damit auch die Eltern diesen Weg ohne Ängste und Bedenken positiv und motivierend mitgehen können, wurden sie über den Sinn und die Arbeitsweise der KOOP, sowie die für einen gelingenden Schulstart notwendigen Kompetenzen aufgeklärt.

Dass der Schulstart 2019 auf jeden Fall gelungen ist, haben unsere Gäste, die wir letzte Woche zum Spieleevent eingeladen haben, unter Beweis gestellt. Stolz und mit den ersten großen Schreib-, Lese- und Rechenübungen im Schulranzen, haben sie mit uns einen fantastischen, erinnerungsreichen Nachmittag verbracht. Danke dafür.

 

 

FREDERICK-TAG IN DER ÖFFENTLICHEN BÜCHEREI VOGT:

Dass der Winter naht und alle Feldmäuse Tag und Nacht arbeiten, dass sie Nüsse, Weizen und Stroh sammeln und dass es da eine Maus namens Frederick gibt, die seltsamerweise nur Farben, Wörter und Sonnenstrahlen sammelt, das haben viele kleine und große Gäste beim Stabpuppenspiel miterleben dürfen. Schon weit vor Beginn des Theaters herrschte großer Andrang in der Bücherei und beim Erklingen der ersten Glockenspieltöne konnte man gar eine Stecknadel fallen hören. Dieser kleine Frederick war es, der die Zuschauer und Zuhörer begeisterte. Das Basteln von Mäuselesezeichen und Ausmalen von Mäusen, das Kennenlernen der Bücherei, das Stöbern in und Vorlesen von Büchern sorgte anschließend für eine ungewohnte Lebendigkeit und schöne Atmosphäre in den neuen Räumlichkeiten. Die vielen positiven Rückmeldungen der Gäste nehmen wir, das Büchereiteam und der Kindergarten Mullewapp, zum Anlass, weitere gemeinsame Aktionen zu planen und für die Öffentlichkeit anzubieten. Unser großer Dank geht selbstverständlich an die Besucher und an das großartige Büchereiteam, bei dem wir mit unserem Wunsch, die Räumlichkeiten nutzen zu dürfen, sofort „offene Türen“ eingerannt haben. Mit Herrn Haag im Hintergrund und als Organisator der notwendigen Schulrequisiten waren wir bestens bedient.

Sie dürfen gespannt sein auf unsere nächste gemeinsame Veranstaltung, die wir Ihnen rechtzeitig im Gemeindeblatt und über Plakate ankündigen werden.  

Selbstverständlich freut sich das Büchereiteam auch während der regulären Öffnungszeiten über Ihren Besuch.

Auch im Namen des Büchereiteams grüßt das gesamte Mullewapp - Team bis zum nächsten „Was geht ab im Mullewapp?“        

 

                                                                                                                         September 2019

 DREI, ZWEI, EINS!

 

Die Sommerferien sind vorbei.

Am 23. September ist Herbstanfang - wir freuen uns im Frühherbst über eine reiche Ernte an Obst und Gemüse… und

DREI, ZWEI, EINS … wir starten in ein neues Kindergartenjahr.

Wie in jedem Jahr kommen wieder neue Kinder in den Kindergarten und mit ihnen ihre Familien.                                                                                                                                                                                   Es gibt Kinder wie auch Eltern, die ihre Bezugsgruppe im Haus wechseln, hinaus in den Wald gehen oder aber ganz neu starten.

So befinden wir uns wieder in einer Umbruchsituation: Die Kinder die jetzt in die Schule kommen werden vermisst. Bereits erfahrene Kindergartenkinder rutschen automatisch in eine andere Rolle, Umorientierung ist notwendig. Sie sind jetzt die „Großen“ oder „Mittleren“!

Egal ob die Kinder bereits Erfahrungen in der Fremdbetreuung gemacht haben; die Erzieherinnen, die Gruppe, der Tagesablauf im Kindergarten, die Räumlichkeiten und auch die Spielsachen sind erst einmal noch fremd und werden nun in der ersten Zeit entdeckt.

Für alle Kinder öffnen sich viele Möglichkeiten des Miteinanders. Das gewohnte Umfeld erweitert sich, neue Begegnungen, Erfahrungen kommen hinzu.

Wir nutzen deshalb die ersten Wochen zum Kennenlernen, zur Gruppenfindung und Gruppenstärkung. Sicherlich wird auch schon der ein oder andere Impuls in Richtung unseres Jahresschwerpunktes mitschwingen „Was ist klein und was ist GROSS?“.  Gerne werden wir Sie, liebe Leserinnen und Leser, mit unseren Berichten auf diese Entdeckungsreise mitnehmen.

Auf ein spannendes, abwechslungsreiches, bereicherndes, schönes und wachsendes J Kindergartenjahr freuen sich

die pädagogischen Fachkräfte aus dem Kindergarten Mullewapp mit integrierten Waldgruppen.

 

Der Kindergarten Mullewapp mit integrierten Waldgruppen ist einer der stolzen fünf Preisträger des Bildungspreises, der von der Bildungsstiftung der KSK Ravensburg ausgelobt worden ist.

Wie kam es dazu?

Wir haben uns im Februar 2019 mit unserem bereits mit den Kindern durchgeführten Projekt „Landschaft schmeckt – wir entdecken das Schlaraffenland“ für den Bildungspreis beworben. Das Kuratorium und der Stiftungsvorstand der Bildungsstiftung der Kreissparkasse Ravensburg haben in einer Sitzung am

29. März 2019 über die Vergabe des Bildungspreises entschieden.

15 hochwertige Projektbewerbungen zum Thema Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik lagen vor. Prämiert wurden fünf gleichwertige Projektbeiträge. Die feierliche Übergabe des Preises hat nun vergangene Woche stattgefunden. Anhand eines Kurzfilmes, der von

„FRAMEWORKS Filmproduktion“ bei uns im Garten und Wald gedreht worden ist, wurde unser Projekt, unsere Arbeit den anderen Preisträgern und geladenen Gästen vorgestellt. Ein außerordentlich tolles Gefühl mit der pädagogischen Hochschule in Weingarten, der Stefan-Rahl-Grundschule in Ravensburg, der Gemeinschaftsschule in Horgenzell sowie eine Kooperation des Gymnasiums und der Realschule in Weingarten zu den Außerwählten zu gehören.

Unser Antrieb, unser Engagement unsere Leidenschaft mit den Kindern gemeinsam die Welt verstehen zu lernen hat die Stiftungsverantwortlichen sehr beeindruckt.

Kinder sind schließlich schon immer neugierig, interessiert und wollen Dinge um sich herum verstehen können. Sie wollen natürliche Abläufe und Zusammenhänge erleben.

Sicherlich ist es möglich mit kindgerechten Erklärungen die Kinder auf das Leben vorzubereiten.

Wir sehen unsere Aufgabe allerdings vornehmlich darin, den Kindern Raum, Platz, Material und Zeit zu bieten, um ihre Fragen selbst beantworten zu können. Hierbei wird eine Verbundenheit zwischen Natur und Mensch geschaffen. Verbundenheit kann jedoch nur für etwas geschaffen werden, das wertgeschätzt wird.

Forschen und Experimentieren bestimmt neben und eingebaut in das Spiel der Kinder unseren Alltag. Die Themen geben die Kinder größtenteils selbst vor. Seit mehr als 10 Jahren hat dieses Weitergeben und Hinführen und Selbsttätig sein,

in unserem Kindergarten einen Namen erhalten. So haben wir mit der IHK einen Netzwerkpartner an unsere Seite bekommen und sind seitdem ausgezeichnet als „Haus der kleinen Forscher“. Praxisorientierte Schulungen für die Fachkräfte, Austausch und kompetente Ansprechpartner stehen uns seitdem zur Verfügung. Materielle und praxisorientierte Unterstützung (Besuche auf dem Bauernhof, in der Bäckerei, im Museum etc.) werden uns von verschiedenen Institutionen, Einzelhändlern, Firmen und Gönnern ermöglicht.

Wahrscheinlich werden wir das Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro für die Erfüllung eines außerordentlichen Wunsches in unserem Neubau einsetzen.

Unter dem Dach des „Haus der kleinen Forscher“ ist im 11. Jahr des aktiven Forschens und Experimentierens im Mullewapp eine neue Bildungspatenschaft entstanden. Paten können zu neuen Projekten und Forscherideen inspirieren, sie setzen sich als Sponsoren ein oder sie organisieren einen Ausflug zur eigenen Arbeitsstätte oder einem anderen interessanten Ort. Patinnen und Paten, die die pädagogischen Fachkräfte unterstützen und den Bildungsalltag bereichern, sind stets herzlich willkommen. Die Kinder, die im letzten Jahr den Kindergarten besuchen waren es, die sich erstmals auf den Weg in die Praxis der „Zahnärzte Waldburg“ gemacht haben. Herzlich von Frau Kolb und ihrem Praxisteam begrüßt und mit einem Zahnlaufpass ausgestattet, haben sich rasch vier Kleingruppen gebildet. Jetzt stand die Selbsterfahrung im Vordergrund. Theorie und Praxis wurden zu einem wertvollen Ganzen. Das für jedes Kind mit Karies vorbereitete Gipsgebiss wurde, mit leuchtenden Augen und roten Bäckchen, von den Kindern mit Bohrer, Kleber und Füllung bearbeitet. Das in Essigessenz eingelegte und zur Hälfte mit Zahnpasta behandelte Ei sorgte für so manches „ah“ und „oh“. Viel zu schnell ist die Zeit beim Experimentieren vergangen. Zufrieden und mit schönen und neuen Erfahrungen machte sich die Gruppe auf den Heimweg. Hin- und Rückfahrt im Linienbus dürfen nicht unerwähnt bleiben. Aufregung und Anspannung, aber auch Neugier und Stolz waren unsere Begleiter J.

Im Namen der Kinder und des gesamten pädagogischen Fachpersonals bedanken wir uns bei all unseren bewussten und unbewussten Paten, die sich in unterschiedlichster Weise engagieren und einbringen.

Äpfel aufsammeln und unter Anleitung pressen, Sahne und Butter herstellen dürfen, Tierknochen unter die Lupe nehmen, in der Backstube Hand anlegen dürfen, der Einsatz gesponserter Ferngläser, Mikroskope und vieles mehr bereichern unser Schaffen und Tun ungemein.

Es grüßen bis zum nächsten „Was geht ab im Mullewapp?“ alle kleinen und großen Forscher und Experten aus dem Mullewapp.

Hier finden Sie uns:

Kindergarten Mullewapp
Hengenen 1
88267 Vogt

Kontakt

Rufen Sie an unter:

 

Festnetz:

07529 / 6253

 

Handy Waldgruppe Waldemar: 0151-17442309

 

Handy Waldgruppe Waldfüchse: 0151-28147591

 

oder:

 

schreiben Sie eine E-Mail an:

vogt@kigamulle.de